ERP-VERGLEICH 2026

Die Top 10 ERP-Systeme
für KMU – bis 50 Mitarbeitende

zwei ERP Systeme nebeneinander, um zu vergleichen

Wer sich zum ersten Mal auf dem ERP-Markt umschaut, kann von der Auswahl schnell überfordert sein: Von kostenloser Open-Source-Software über spezielle Branchenlösungen bis hin zu mächtigen Enterprise-Lösungen wie Oracle Netsuite oder SAP S/4HANA ist alles dabei. Damit Sie bei den verschiedenen ERP-Systemen den Überblick behalten, konzentriert sich unser ERP-Vergleich bewusst auf ERP-Systeme für kleine und mittelständische Unternehmen mit Teams bis 50 Mitarbeitende. Wir zeigen die Top-Anbieter im Überblick: etablierte Hersteller mit breitem Funktionsumfang und kleinere Anbieter, die ihre ERP-Software gezielt auf bestimmte Abläufe, Branchen und Integrationen ausrichten. In unserer Top-10-Auswahl erfahren Sie auch, welche Stärken ein modernes ERP-System mitbringen sollte – und wie Sie eine passende Lösung finden, die Ihre Geschäftsprozesse effizient abbildet.

Unsere Auswahl basiert auf Projekterfahrungen von softwertraum sowie ergänzender Recherche bei Herstellern und Fachquellen. Ziel ist eine praxisnahe Orientierung, für Unternehmen, die ein neues ERP implementieren wollen.

  1. Was ist ein ERP? Kurz erklärt!
  2. ERP im Einsatz: wer arbeitet überhaupt damit?
  3. Funktionen einer ERP-Lösung
  4. Vorteile und Nutzen von ERP‑Systemen
  5. Wie unterscheiden sich ERP-Systeme?
  6. Was muss ein ERP für KMU können?
  7. Die Top‑10 ERP‑Systeme für KMU
  8. Die Systeme im direkten Vergleich
  9. Cloud oder on‑premises?
  10. Wie das passende ERP-System finden?
  11. Fazit
  12. FAQ

Was ist ein ERP? Kurz erklärt

Die Abkürzung ERP steht für Enterprise Resource Planning und beschreibt die Planung und Steuerung aller Unternehmensressourcen. In der Praxis heißt das: Sie bündeln zentrale Abläufe – von Beschaffung über Produktion und Vertrieb bis Service und Buchhaltung – in einer integrierten Business Software.

Alle Daten landen in einer gemeinsamen Datenbasis: Erfasst der Vertrieb einen Auftrag, sieht das Lager den Bedarf, der Einkauf kann nachsteuern und die Buchhaltung erstellt anschließend die Rechnung. So lassen sich Prozesse automatisieren, Doppelarbeit reduzieren und Entscheidungen auf Basis aktueller Zahlen treffen. Moderne ERP-Systeme sind meist modular aufgebaut: Sie starten mit Kernfunktionen und erweitern später um CRM, HR, E-Commerce, Logistik oder Reporting – je nachdem, wie das Unternehmen wächst.

ERP im Einsatz: Wer arbeitet überhaupt damit?

Ein ERP ist keine Insellösung, sondern eine gemeinsame Plattform, die mehrere Mitarbeiter bedienen. Die Adress- und Stammdatenverwaltung nutzen viele Teams parallel. Der Vertrieb pflegt Leads, Angebote und Aufträge, das Lager steuert Bestände und Wareneingänge, Controller werten Projekte aus, und die Buchhaltung bucht Belege bzw. bereitet Unterlagen für die Steuerberatung vor. Welche Bereiche Sie abbilden, hängt von Prozessen, Strukturen und Zielen ab – gute Systeme wachsen mit und lassen sich im späteren Verlauf erweitern.

Welche Funktionen und Module hat eine ERP-Lösung?

Ein ERP-System integriert unterschiedliche Funktionsbereiche. Die meisten ERP-Systeme bieten folgende typische Module an:

  • Finanzwesen und Controlling – Buchhaltung, Zahlungsverkehr, Mahnwesen, Kostenrechnung, Auswertungen
  • Warenwirtschaft und Einkauf – Artikelstammdaten, Bestellungen, Lager, Disposition, Warenein/-ausgang
  • Vertrieb und CRM – Adressen, Leads/Deals, Angebote, Aufträge, Serviceprozesse
  • Produktion und Projektmanagement – Planung, Ressourcensteuerung, Zeiten, Projektkosten, Fortschritt
  • Personal (HR) – Personalstammdaten, Zeiterfassung, Abwesenheiten, ggf. Lohn & Gehalt
  • Dokumentenmanagement – Belege, revisionssichere Ablage, Freigaben, digitale Workflows
  • E-Commerce und Logistik – Schnittstellen zu Shops/Marktplätzen, Versand, Retouren
  • Analytik und Reporting – Kennzahlen, Dashboards, Reports
  • KI-Integration – z. B. Belegerkennung, Vorschläge/Prognosen, automatische Prüfungen und Datenerfassung
Grafik einer ERP-Software Architektur

Welche Vorteile und Nutzen bringt ein ERP System?

Ein ERP schafft eine zentrale Datenbasis und verbindet Abläufe über alle Bereiche hinweg. So entsteht weniger Reibungsverlust – und mehr Kontrolle im Alltag.

  • Transparenz und Übersicht: Alle relevanten Daten und Vorgänge sind an einem Ort – statt verteilt in Excel, E-Mails oder Insellösungen.
  • Effizienz und weniger Fehler: Wiederkehrende Schritte werden automatisiert, Doppelarbeit sinkt, Medienbrüche verschwinden.
  • Bessere Entscheidungen: Auswertungen und Kennzahlen basieren auf aktuellen Daten – nicht auf Bauchgefühl oder veralteten Listen.
  • Kosten senken: Wenn Prozesse sauber laufen, reduzieren sich Korrekturen, Suchzeiten und unnötige Abstimmungen.
  • Skalierbarkeit: Ein gutes ERP wächst mit – durch zusätzliche Nutzer, Module oder Schnittstellen, wenn das Unternehmen größer wird.

softwertraum ERP Potenzialanalyse

Wie unterscheiden sich ERP-Systeme?

ERP-Systeme unterscheiden sich vor allem darin, für wen sie gemacht sind und wie sie sich in den Unternehmensalltag einfügen. In der Praxis zeigt sich: Manche Anbieter fokussieren bewusst einzelne Branchen oder Prozessketten, während andere als Allrounder auftreten – beides kann passen, je nach Zielbild. Um herauszufinden, welches System am besten zu Ihrem Unternehmen passt, hilft es, diese Kriterien zu prüfen:

  • Unternehmensgröße: Manche Lösungen sind auf kleine Teams ausgelegt, andere auf komplexere Strukturen oder Konzerne mit vielen Rollen, Freigaben und Standorten.
  • Branchenfokus: Es gibt „Allrounder“ und Systeme, die gezielt auf bestimmte Branchenprozesse zugeschnitten sind (z. B. Handel, Dienstleistung, Produktion, Projektgeschäft).
  • Bereitstellungsform: Cloud-ERP (SaaS), On-Premises oder Hybrid – das beeinflusst IT-Aufwand, Flexibilität, Updates und Kostenstruktur.
  • Schnittstellen und Integrationen: Entscheidend ist, wie gut sich das ERP mit bestehenden Systemen verbindet (Shop, Versand, Zahlungsanbieter, DATEV, DMS, BI etc.).
  • Lokalisierung: Steuerlogik, rechtliche Anforderungen und Standards (z. B. E-Rechnung) sowie Support/Partner im DACH-Raum können ein klarer Faktor sein.
  • Lizenzmodell und Preis: Abo-Modelle, Kauf-/Wartungsmodelle oder modulare Tarife – wichtig ist, dass die Kosten zur Nutzung und zum Wachstum passen.

Was muss eine ERP-Software für KMU können?

Es braucht nicht zwingend ein überdimensioniertes System, sondern eine Lösung, die schnell Nutzen stiftet, im Alltag einfach funktioniert und mit den Anforderungen mitwächst. Wichtige Anforderungen sind:

1. Schneller Einstieg und klare Prozesse

Die wichtigsten Abläufe sollten schnell laufen – vom Angebot über den Auftrag bis zur Rechnung.

2. Einfache Bedienung

Das System muss intuitiv sein, damit neue Mitarbeitende ohne lange Schulungen produktiv werden und gerne mit dem System arbeiten.

3. Skalierbarkeit und Modularität

Es sollte mitwachsen und sich bei Bedarf um weitere Module und Nutzer erweitern lassen.

4. Anpassbarkeit

Workflows, Felder und Freigaben müssen sich an Ihre Arbeitsweise anpassen – nicht umgekehrt.

5. Schnittstellen und Integration

Gute Schnittstellen verhindern doppelte Datenpflege und verbinden ERP, Shop, Versand, Zahlungsanbieter und Steuerberatung.

6. Transparente Kosten

Die laufenden Kosten sollten planbar sein – inklusive Nutzer, Module, Support und Erweiterungen.

7. Support und Updates

Regelmäßige Updates und erreichbarer Support sind entscheidend, wenn sich Prozesse oder Vorgaben ändern.

Stand Februar 2026

Top‑10 ERP‑Systeme für kleine und mittelständische Unternehmen im Vergleich

Im Folgenden stellen wir zehn verschiedene ERP-Systeme vor. Die Informationen basieren auf Herstellerangaben und enthalten unsere Einschätzung, inwiefern sie zu Teams bis 50 Mitarbeitenden passen.

Folgende 10 beste ERP-Systeme stellen wir vor

Software

Sitz Größe Seit Website
TOPIX Ottobrunn bei München (DE) ca. 60 Mitarbeitende 1990 www.topix.de
Xentral Augsburg (DE) ca. 200 Mitarbeitende 2015 www.xentral.com
Sage 50 Connected Frankfurt am Main (DE) ca. 11.000 Mitarbeitende 1981 www.sage.com
Odoo Ramillies (BE) ca. 1.700 Mitarbeitende 2005 www.odoo.de
APplus Karlsruhe (DE) ca. 500 Mitarbeitende 1993 www.applus-erp.de
SAP Business One Walldorf (DE) ca. 100.000 Mitarbeitende 2002 www.sap.com
Haufe X360 Freiburg im Breisgau (DE) ca. 2.500 Mitarbeitende 2016 www.haufe-x360.de
MS Dynamics 365 Business Central Redmond (USA) ca. 220.000 Mitarbeitende 2018 www.microsoft.com
Myfactory München (DE) ca. 100 Mitarbeitende 2002 www.myfactory.com
OrgaMAX ERP Detmold (DE) ca. 90 Mitarbeitende 2004 www.orgamax.de

1. TOPIX

TOPIX ist ein integriertes All-in-one-ERP, das kaufmännische Kernprozesse konsequent in einer Plattform bündelt – von CRM und Auftragsabwicklung über Warenwirtschaft bis Finance und HR. Der modulare Aufbau sorgt für einen sauberen Einstieg mit den wichtigsten Bereichen und lässt sich bei Bedarf Schritt für Schritt erweitern. Von Nutzern wird bei TOPIX besonders geschätzt, dass von der Entwicklung über die Einführung bis hin zum Support alles über den Hersteller direkt läuft – das sorgt für kurze Wege und schnelle Lösungen.

Geeignet für

Kleine und mittlere Unternehmen aus der DACH-Region; bis ca. 200 Mitarbeitende; Besonders lohnend, wenn möglichst viele Prozesse in einem System gebündelt werden sollen

Branchenfokus

Dienstleister, Fach‑ und Großhandel, IT‑Unternehmen, Vermietung sowie weitere service‑ und handelsorientierte Branchen.

Wichtige Features im Überblick

  • All-in-One-Plattform: ERP, CRM, HR, Finance und DMS auf gemeinsamer Datenbasis

  • Zahlreiche Erweiterungen wie Projektmanagement, Vermietung, Vertrags- oder Serviceverwaltung

  • Dashboards und Reports: frei konfigurierbar für übersichtliche Kennzahlen im Alltag

Preismodell

  • Abomodell, Preis pro User
  • Bereiche ERP/CRM/HR/FI können einzeln lizenziert werden; Pakete je nach Funktionsumfang

-> Zu den Preisen

Desktop und App einer Business software

2. Xentral

Xentral ist ein cloudbasiertes ERP-System mit klarem Fokus auf Handels- und E-Commerce-Prozesse. Im Mittelpunkt steht das Order-to-Cash-Prinzip: vom Auftrag über Einkauf und Lager bis hin zu Versand und Abgleich – ohne klassische Enterprise-Komplexität. Besonders stark ist Xentral überall dort, wo viele Bestellungen, mehrere Verkaufskanäle und wiederkehrende Abläufe effizient gesteuert werden sollen.

Geeignet für

Wachsende Handelsunternehmen, Start-ups und Gründer mit mehreren Verkaufskanälen (z. B. Webshop, Marktplätze, stationärer Handel).

Branchenfokus

e-Commerce, B2B, Einzel- und Großhändler, Fulfillment-Dienstleister, FBA-Händler, Lebensmittel und Getränke

Wichtige Features im Überblick

  • Auftragsmanagement und Order-to-Cash-Prozesse (vom Auftrag bis zum Versand/Abgleich)
  • Automatisierte Beschaffung, Lagerverwaltung und Fulfillment
  • Schnittstellen, Erweiterungen und API für Anbindungen und Automatisierungen

Preismodell

  • Abomodell
  • Preise richten sich nach Anzahl der Aufträge pro Monat; unbegrenzte Nutzeranzahl

-> Zu den Preisen

3. Sage 50 Connected

Sage 50 Connected ist eine kaufmännische Komplettlösung, die Auftragsbearbeitung, Warenwirtschaft und Buchhaltung in einem System zusammenführt. Der Fokus liegt auf zuverlässigen Standardprozessen: Angebote und Rechnungen erstellen, Offene Posten im Blick behalten, Zahlungen abgleichen und Auswertungen nutzen. Sage ist einer der größeren Anbieter und eignet sich besonders für Teams, die klassische kaufmännischen Abläufe klar strukturieren und digital verwalten wollen.

Geeignet für

Kleine Teams, die mit Angeboten, Aufträge, Lager und Buchhaltung arbeiten und kaufmännische Abläufe zuverlässig standardisieren möchten.

Branchenfokus

Handel (B2B/B2C), Dienstleistung sowie branchenübergreifend nutzbar für klassische kaufmännische Prozesse.

Wichtige Features im Überblick

  • Angebots-, Auftrags- und Rechnungswesen inkl. OP-Verwaltung und Mahnwesen
  • Warenwirtschaft mit Artikel- und Lagerverwaltung
  • Buchhaltung und Auswertungen für Überblick über Zahlen und Liquidität

Preismodell

  • Abomodell, Preise pro User
  • Pakete in Ausbaustufen (nach Funktionsumfang)

-> Zu den Preisen

4. Odoo

Odoo ist eine international verbreitete Open-Source-Plattform, die Unternehmenssoftware nach dem App-Prinzip bereitstellt. Einzelne Apps werden je nach Bedarf aktiviert und erweitert. Der Fokus liegt auf breit nutzbaren Standardprozessenund hoher Flexibilität – besonders stark im Online-/E-Commerce-Umfeld und bei Projektabläufen. Die große Modullandschaft ist zugleich Chance und Herausforderung, weil viele Erweiterungen über Drittanbieter-Apps kommen und die Qualität daher stark vom gewählten Setup abhängt.

Geeignet für

Vom Einzelunternehmen bis zum größeren Mittelständler. Besonders attraktiv, wenn intern technische Kompetenz vorhanden ist und Anpassungen/Integrationen gezielt genutzt werden sollen.

Branchenfokus

Handel, Produktion, Dienstleistung, E-Commerce und Handwerk, da individuelle Geschäftsprozesse durch ein Baukastensystem abgebildet werden.

Wichtige Features im Überblick

  • Flexibles App-System: Funktionen nach Bedarf aktivieren und später erweitern.
  • Module für E-Commerce und Projekte: Viele Bausteine und Integrationen für Online-/Shop-Prozesse sowie Projektabläufe.
  • Offen für Anpassungen und Schnittstellen: Open-Source-Basis mit API/Erweiterungen – gut für individuelle Workflows und Integrationen.

Preismodell

  • Abomodell, Preise pro User
  • Je nach Paket können alle Apps über eine feste Gebühr genutzt werden; Funktionsumfang wird über Ausbaustufen skaliert

-> Zu den Preisen

5. APplus

APplus ist ein ERP-System mit Schwerpunkt auf prozessintensiven Abläufen – besonders dort, wo Planung, Steuerung und Transparenz entscheidend sind. Der Fokus liegt auf Fertigung/Produktion und Projektgeschäft: Ressourcen planen, Durchlaufzeiten steuern und Kosten nachkalkulieren. Wer ein System sucht, das nicht nur „verwaltet“, sondern komplexe Abläufe klar führt, findet hier einen sehr strukturierten Ansatz.

Geeignet für

Mittelständische bis große Unternehmen, die komplexe Fertigungs- oder Projektprozesse konsequent steuern müssen.

Branchenfokus

Produktion/Fertigung, Projektgeschäft, technische Dienstleistung, service- und logistiknahe Prozesse

Wichtige Features im Überblick

  • Planung und Steuerung für Produktion/Projekt inkl. Ressourcen, Termine, Nachkalkulation
  • Durchgängige Prozesskette von Auftrag über Logistik bis Abrechnung
  • Reporting und Controlling für Transparenz über Kosten, Zeiten und Fortschritt

Preismodell

  • Abomodell oder Lizenzkauf
  • Modulare Pakete/Ausbaustufen (Funktionsumfang je nach Bedarf)

-> Keine Preise veröffentlicht; auf Anfrage

6. SAP Business One

SAP Business One ist ein ERP für Unternehmen, die klassische ERP-Kernprozesse in einem stabilen Rahmen steuern möchten. Der Fokus liegt auf sauberer Standardlogik in Finanzen, Einkauf, Vertrieb und Warenwirtschaft – plus Erweiterbarkeit über Add-ons. Das SAP ERP eignet sich besonders, wenn Prozesse wachsen und mehr Struktur und Nachvollziehbarkeit im Tagesgeschäft gefragt sind.

Geeignet für

Unternehmen, die ein etabliertes ERP mit klarer Standardlogik und stabilen Kernprozessen suchen. Zu beachten ist, SAP selbst verkauft Business One fast nie direkt an Endkunden, sondern immer über ein Partner-Netzwerk.

Branchenfokus

Handel, Produktion (je nach Setup), Dienstleistung; branchenübergreifend mit Erweiterungen.

Wichtige Features im Überblick

  • Finanzwesen, Einkauf, Vertrieb und Warenwirtschaft als ERP-Kern
  • Strukturierte Prozesse und Berechtigungen für klare Abläufe
  • Erweiterbarkeit über Add-ons/Integrationen (je nach Anforderungen)

Preismodell

  • Abomodell oder Lizenzkauf; Preise pro User
  • Pakete/Editionen und Nutzerlizenzen (Funktionsumfang je nach Plan)

-> Preise nur über Partner Websites; auf Anfrage

7. Haufe X360

Haufe X360 ist eine cloudbasierte ERP-Lösung, die viele Kernprozesse in einer Lösung vereint (360° Unternehmenssoftware). Der Fokus liegt auf einem schnellen Einstieg, klaren Workflows und typischer Cloud-Nutzung: ortsunabhängiger Zugriff, regelmäßige Updates und skalierbare Erweiterung. Damit passt X360 gut zu Teams, die ohne große IT-Last starten und Prozesse Schritt für Schritt strukturieren möchten.

Geeignet für

Wachstumsorientierte mittelständische Unternehmen (10 bis 250+ Mitarbeiter), die eine rein cloudbasierte Komplettlösung und Anbindungen an die Haufe-Ökosysteme (wie DATEV) suchen.

Branchenfokus

Branchenübergreifend für Standardprozesse; speziell Handel und eCommerce, Dienstleistung und projektnahe Unternehmen

Wichtige Features im Überblick

  • Cloud-ERP für kaufmännische Kernprozesse und Warenwirtschaft
  • Workflows, Rollen und Freigaben für strukturierte Abläufe
  • Reporting und Dashboards für Überblick im Alltag

Preismodell

  • Abomodell, Preise pro User
  • Pakete / Ausbaustufen und optionale Module

-> zu den Preisen

8. Microsoft Dynamics 365 Business Central

Business Central ist ein ERP mit Fokus auf Finanzen, Warenwirtschaft und Prozessintegration – besonders spannend, wenn bereits Microsoft-Tools im Einsatz sind oder gerne genutzt werden. Die Lösung ist modular erweiterbar und lässt sich über ein großes Ökosystem an Apps und Schnittstellen anpassen. Wer ein ERP sucht, das mitwächst und sich gut in bestehende Softwarelandschaften einfügt, findet hier einen sehr flexiblen Ansatz.

Geeignet für

Unternehmen, die tief im Microsoft Ökosystem stecken; am rentabelsten für Unternehmen mit 10 bis 250 Mitarbeiter; ideal ab 5 Full-User.

Branchenfokus

Handel, Dienstleistung und projektnahe Unternehmen; Branchenübergreifend einsetzbar

Wichtige Features im Überblick

  • ERP-Kern für Finanzen, Einkauf/Vertrieb und Warenwirtschaft
  • Viele Integrationsmöglichkeiten über Apps, Schnittstellen und Partnerlösungen
  • Reporting und Prozessautomatisierung (je nach Setup/Erweiterung)

Preismodell

  • Abomodell, Preise pro User (Plan/Edition abhängig)
  • Ausbaustufen/Apps je nach Funktionsumfang und Anforderungen

-> Zu den Preisen

9. Myfactory

myfactory ist eine vollständig webbasierte All-in-One-Lösung, das Standardprozesse praxisnah abdeckt und sich modular erweitern lässt. Der Fokus liegt auf einem soliden Kern für Verkauf, Einkauf, Lager und kaufmännische Abläufe – ergänzt um weitere Bereiche je nach Bedarf. Während schlankere Systeme oft nur Basisfunktionen bieten, vereint diese Lösung eine hohe Funktionstiefe mit einer nahtlosen Verzahnung von CRM, Logistik und E-Commerce.

Geeignet für

Unternehmen aus Handel und Produktion bis 100 Mitarbeitende.

Branchenfokus

Produktion, Maschinenbau, Lebensmittelindustrie, Handel, Dienstleistung

Wichtige Features im Überblick

  • Cloud-ERP mit Modulen für Kernprozesse (Verkauf, Einkauf, Lager, Buchhaltung)
  • Erweiterbar um zusätzliche Funktionsbereiche (je nach Setup)
  • Auswertungen und Reporting für betriebliche Steuerung im Alltag

Preismodell

  • Abomodell, Preise pro User (je nach Edition)
  • Pakete/Ausbaustufen und optionale Module

-> Zu den Preisen

10. OrgaMAX ERP

OrgaMax ERP setzt auf einen pragmatischen Ansatz für kaufmännische Abläufe: Angebote, Aufträge, Rechnungen und Kundenverwaltung stehen im Vordergrund. Das System eignet sich, wenn schnell Struktur in Büroprozesse kommen soll und der Fokus weniger auf tiefen Spezialprozessen, sondern auf einem verlässlichen kaufmännischen Kern liegt.

Geeignet für

Kleine Teams, die klassische kaufmännische Abläufe wie Angebote, Aufträge, Rechnungen digitalisieren wollen.

Branchenfokus

Dienstleistung, Handwerk, kleine Handelsunternehmen sowie branchenübergreifend für Standardprozesse

Wichtige Features im Überblick

  • Angebots-, Auftrags- und Rechnungswesen als kaufmännischer Kern
  • Kunden- und Artikelverwaltung für saubere Stammdaten
  • Auswertungen/Übersichten für Überblick über Umsatz und offene Vorgänge

Preismodell

  • Abomodell oder Lizenzmodell (je nach Edition)
  • Pakete/Ausbaustufen (Funktionsumfang je nach Plan)

-> Zu den Preisen

Auf einen Blick: die Besten 10 ERP-Systeme im Vergleich

Software

Kundenfokus Technik

Testversion

Stärke
TOPIX
  • Fach-/Großhandel
  • IT-Unternehmen
  • Vermietung
  • Servicedienstleister
Cloud & on-premises Ja, 14 Tage Funktionsstarkes All-in-one-System mit Support direkt vom Hersteller
Xentral
  • Start-ups/KMU
  • eCommerce / D2C
  • B2B Handel
  • Fullfillment
  • Lebensmittel
Cloud (SaaS) Ja, 14 Tage Starkes E-Commerce-ERP für Order-to-Cash, Lager undFulfillment
Sage 50 Connected
  • branchenübergreifend
on-premises Ja, 30 Tage Solide kaufmännische Suite für Angebot-bis-Buchhaltung
Odoo
  • Handel / eCommerce
  • Produktion
  • Dienstleistung
  • internationale Set-ups
Cloud (Odoo Online) & on-premises (selbst gehostet) Ja, 15 Tage Flexibles Modulsystem mit vielen Apps und Integrationen
APplus
  • eher Mittelstand
  • Produktion
  • Projektgeschäft
  • Maschinen- & Anlagenbau
Webbasiert, Cloud & on-premises Demo/Live-Zugang auf Anfrage Stark in Planung und Steuerung von Fertigungs- und projektgetriebenen Abläufen
SAP Business One
  • eher Mittelstand
  • Handel
  • Produktion
  • internationale Setups
Cloud & on-premises (je nach Partner) k.A. über Partner Bewährtes Mittelstands-ERP mit stabilen Kernprozessen
Haufe X360
  • ab 10 bis 250+ Mitarbeitende
  • Handel / eCommerce
  • Dienstleistung
  • Produktion
Cloud k.A. Modernes Cloud-ERP für durchgängige End-to-End Prozesse
MS Dynamics 365 Business Central
  • branchenübergreifend
Cloud & on-premises Ja, 30 Tage Skalierbares ERP mit starker Microsoft-Integration und bekannter Bedienung
Myfactory
  • Handel
  • Produktion
Cloud Ja, 30 Tage Praxisnahes Cloud-ERP für Warenwirtschaft und Finanzen
OrgaMAX ERP
  • Dienstleistung
  • Handwerk
  • kleine Handelsunternehmen
on-premises Ja, 30 Tage Intuitive Software für kaufmännische Abläufe wie Angebote, Rechnungen und Büroorganisation

Cloud oder on-premises?

Viele Unternehmen bis 50 Mitarbeitende stehen irgendwann vor derselben Frage: ERP in der Cloud nutzen oder lieber lokal betreiben? Beide Modelle funktionieren – sie passen nur zu unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Cloud-ERP ist oft schneller startklar und reduziert den IT-Betriebsaufwand (z. B. Xentral, Haufe X360 oder Dynamics 365 Business Central als SaaS). On-premises bietet mehr Kontrolle über Betrieb, Datenhaltung und Update-Zeitpunkte (z. B. Sage 50 Connected oder orgaMAX). Einige Anbieter decken beides ab – etwa TOPIX (Cloud oder lokal) und Odoo (Cloud oder selbst gehostet). In der Praxis entscheidet vor allem: IT-Ressourcen, Datenschutz/Compliance, gewünschter Anpassungsgrad und Budget.

Cloud ERP

 

Vorteile

  • Schneller Start: Weniger IT-Aufwand, Betrieb/Updates durch Anbieter.
  • Planbare Kosten: Monatliches Abo statt hoher Anfangsinvestition.
  • Immer aktuell: Updates und Sicherheitspatches automatisch.
  • Flexibel nutzbar: Zugriff von überall, ideal für mobiles Arbeiten.

Nachteile

  • Anbieterabhängigkeit: Weniger Kontrolle über Release-Zyklen.
  • Internet nötig: Stabiler Zugang ist Voraussetzung.
  • Compliance prüfen: Standort, Verträge und Rechtekonzepte müssen passen.
  • Abo summiert sich: Bei Wachstum können laufende Kosten steigen.

on-premises ERP

 

Vorteile

  • Mehr Kontrolle: Betrieb und Update-Zeitpunkt selbst steuerbar.
  • Daten im Haus: Betrieb im eigenen Umfeld möglich.
  • Hohe Anpassbarkeit: Mehr Spielraum für individuelle Anforderungen.
  • Unabhängiger Betrieb: Auch bei schwacher Verbindung stabil nutzbar.

Nachteile

  • Mehr IT-Aufwand: Wartung, Backups und Security in eigener Verantwortung.
  • Höhere Startkosten: Hardware/Lizenzen plus Einführung.
  • Updates als Pflicht: Ohne Pflege drohen Sicherheits- und Funktionslücken.
  • Remote aufwendiger: Zugriff über Standorte meist komplexer als Cloud.

So finden Sie das passende ERP-System für Ihr Unternehmen

Ein ERP-System sollte nicht nach der längsten Feature-Liste ausgewählt werden, sondern danach, ob es zu Ihren Abläufen passt. Am schnellsten kommen Sie zu einer guten Entscheidung, wenn Sie vor dem Vergleich Klarheit schaffen: Welche Prozesse müssen sitzen, wo entstehen heute Reibungsverluste und was soll messbar besser werden? Dann können Sie gezielt einen ersten Vergleich anstellen und bewerten, welche Anbieter von ERP-Systemen wirklich passen, und einen Test aufsetzen.

Kriterien für die ERP-Auswahl

 

  • Kernprozesse abgedeckt?
  • Automatisierung möglich?
  • Skalierbar bei Wachstum?
  • Module flexibel erweiterbar?
  • Workflows anpassbar?
  • Einführung realistisch?
  • Bedienung im Team?
  • Schnittstellen vorhanden?
  • Partner/Tools kompatibel?
  • Daten und Auswertungen klar?
  • Datenschutz und Sicherheit?
  • Branchenanforderungen erfüllt?
  • Gesamtkosten (TCO) klar?
  • Lizenzmodell passend?
  • Support und Onboarding gut?
  • Anbieter zukunftssicher?

Fazit

ERP-Systeme unterscheiden sich weniger in den Basisfunktionen, sondern vor allem im Fokus: Einige Lösungen sind klar auf E-Commerce und Logistik ausgelegt (z. B. Xentral oder OrgaMAX), andere spielen ihre Stärken in Fertigung und projektgetriebenen Abläufen aus (z. B. APplus oder Myfactory). Wer eine besonders offene und flexible Plattform sucht, findet mit Odoo eine modulare Lösung mit großer Bandbreite. Traditionelle Marktgrößen wie Sage, SAP Business One oder Microsoft Dynamics 365 Business Central punkten mit breitem Funktionsumfang und einem großen Partner-Ökosystem. TOPIX ist eine sehr gute Option, wenn ein integriertes All-in-one-System gesucht wird, das kaufmännische Kernprozesse sauber abbildet und sich modular erweitern lässt – mit dem Vorteil, dass Entwicklung, Einführung und Support aus einer Hand kommen.

Am Ende entscheidet nicht das Ranking, sondern die Passform zum eigenen Geschäftsmodell: Ein ERP für ein Handelsunternehmen hat andere Anforderungen als eines für Produktion oder Projektgeschäft. Deshalb lohnt sich ein kurzer Pilot mit echten Belegen und typischen Sonderfällen: So wird schnell sichtbar, ob Bedienlogik, Auswertungen, Schnittstellen und Support im Alltag wirklich tragen – und ob das System langfristig mitwachsen kann.

Wenn Sie vor der Auswahl erst einmal Klarheit über Anforderungen, Prozesse und Prioritäten schaffen möchten, unterstützen wir gerne mit einem Potenzial- & Prozessanalyse-Workshop – als Grundlage für ein strukturierte ERP-Projekt und eine fundierte Entscheidung. Sprechen Sie uns jederzeit unverbindlich an.

Häufe Fragen zu den besten ERP-Lösungen

Was sind die bekanntesten ERP‑Anbieter für KMU?

Zu den bekanntesten gehören SAP, Microsoft (Dynamics 365 Business Central), Sage, Haufe, TOPIX, Xentral, Myfactory und Odoo. Diese Anbieter decken unterschiedliche Schwerpunkte ab – von kaufmännischem Kern bis E-Commerce/Logistik oder Produktion. Mehr dazu in unserem großen ERP-Vergleich 2026.

Welcher ERP-Anbieter hat das beste Preis-Leistungsverhältnis?

Das hängt von Ihren Anforderungen ab und worauf Sie besonders wert legen. Myfactory und Xentral sind preislich attraktiv für kleine Unternehmen und bieten modulare Pakete, während TOPIX durch seinen integrierten Funktionsumfang und exzellenten Support punktet. Odoo ist als Open‑Source‑Lösung kostengünstig in der Basisversion.

Ist ein ERP als Open-Source-Lösung empfehlenswert?

Ob sich ein Unternehmen langfristig Open-Source ERP-System verwenden sollte, hängt vor allem davon ab, ob intern (oder über Partner) genug Know-how für Einrichtung, Updates, Sicherheit und individuelle Anpassungen vorhanden ist.

Welche Enterprise-Lösungen gibt es – und warum sind sie oft außerhalb des Fokus?

Für Konzerne oder sehr komplexe Strukturen gibt es Enterprise-Suiten wie Oracle ERP Cloud oder Plattformen wie Oracle NetSuite (cloudbasiert) sowie Systeme wie SAP S/4HANA. Für Teams bis 50 Mitarbeitende sind diese Lösungen oft zu projektintensiv und zu umfangreich – daher liegt der Fokus hier bewusst auf passenderen Alternativen. In unserem Artikel finden Sie einen Vergleich der besten ERP-Systeme, die für kleine bis mittlere Teams ausgerichtet sind.

Benötige ich als kleines Unternehmen überhaupt ein ERP-System?

Ein ERP-System ist schon lange nicht mehr nur für den Mittelstand oder Konzerne interessant. Wenn Prozesse wachsen, mehrere Personen gleichzeitig arbeiten und Daten nicht mehr sauber in Excel/Einzellösungen beherrschbar sind, lohnt sich ein ERP fast immer. Es schafft Transparenz, reduziert Fehler und unterstützt planbares Wachstum.

Welche Rolle spielen Integrationen in bestehende Systeme?

Eine gute Integration in bestehende Systeme ist oft wichtiger als „noch mehr Features“. Shops, Versand, Zahlungsanbieter, DATEV oder DMS sollten stabil angebunden sein – idealerweise als nahtlose Integration, damit keine doppelte Pflege entsteht.

Wie unterscheiden sich ERP- und Warenwirtschaftssystem?

Beide Systeme werden gerne als Synonym verwendet. Es gibt aber Unterschiede: Ein Warenwirtschaftssystem (WaWi) konzentriert sich auf Einkauf, Lagerhaltung und Verkauf. Ein ERP umfasst zusätzlich Buchhaltung, CRM, HR, Projektmanagement und weitere Geschäftsbereiche. Für wachsende Unternehmen lohnt sich daher der Einsatz eines integrierten ERP‑Systems, damit alle Daten in einer Plattform vorliegen.

Kann ich ein ERP-System steuerlich absetzen?

Grundsätzlich können Kosten für Software je nach Vertragsmodell und Bilanzierung unterschiedlich behandelt werden. Ob und wie ein ERP-System steuerlich abzusetzen ist, sollte mit Steuerberatung geklärt werden – insbesondere bei Kauf-/Lizenzmodellen oder Implementierungskosten.